Ein (unangenehmer) Klassiker: Abofallen

Die Masche mit den Abofallen im Internet ist offensichtlich nicht tot zu kriegen – neueste „Geschäftsidee“: Wie immer wird der Preis in den AGB und unauffällig am Rande der Seite versteckt, mit einem Häckchen werden die AGB akzeptiert und, der Clou: Mit einem weiteren Haken wird bestätigt, dass man Unternehmer im Sinne des BGB sei. Damit wird der Verbraucherschutz unterlaufen und es steht dem „Kunden“ kein Widerrufsrecht mehr zu, denn das gibt es nur für Verbraucher. Und der BGH (Urteil vom 22.12.2004 – VIII ZR 91/04) ist der Ansicht, dass, wer der Gegenseite vortäuscht, gewerblich zu handeln, sich auch wie ein Unternehmer behandeln lassen muss. Ob das Setzen eines Hakens dazu ausreicht, will ich mal dahingestellt sein lassen.

Sonst das Übliche: Gepfefferte Rechnungen, Mahnungen, etc. – und das, obwohl die Seiten meist nur einen sehr eingeschränkten Leistungsumfang bieten, wenn ich es mal höflich ausdrücken darf.

Bitte gehen Sie mit so etwas trotzdem sofort zum Rechtsanwalt – viele der im Internet und in Foren gehandelten Tipps, wie man aus so einer Sache rauskommen soll, sind nämlich Unfug und reiten die Betroffenen oft noch tiefer hinein.

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